Religion und Politik in Israel

Israel ist ein Schmelztiegel der Religionen und ein politischer Dauerbrennpunk. Es gibt viele Themen, die in der Gesellschaft für heftige Diskussionen sorgen. Dazu gehören der Dauerkonflikt zwischen Israelis und Palästinensern, die Gegensätze zwischen jüdischen, christlichen und arabisch-muslimischen Staatsbürgern Israels, die kulturellen Gegensätze zwischen westeuropäischen, osteuropäischen, amerikanischen, orientalischen und äthiopischen Juden, die in Israel unter dem Dachgedanken einer gemeinsamen Identität zusammengehalten werden, obwohl sie doch so unterschiedlich sind, die religiösen Gegensätze zwischen weltlich-säkularen und den strenggläubigen orthodoxen Juden, zwischen politisch linken und ultrarechten Israelis, usw., usf. Die Bevölkerung Israels ist alles andere als homogen. Hinzu kommen die vielen individuellen Lebenserfahrungen. Wie soll man sich als Gast in einem politisch so aufgeheizten Land benehmen? Was darf man sagen, was ist tabu? Die Wahrscheinlichkeit, hier den richtigen Ton zu treffen ist gering. Deshalb ist es diplomatisch geschickt, wenn man sich erst die Meinung des Gegenübers anhört und zustimmend nickt. Auf eine politische Debatte sollte man sich erst einlassen, wenn man sein Gegenüber gut genug kennen gelernt hat. Ein generell heikles Thema ist der Holocaust. Hier sollte man sich als Deutsche(r) auf keine Diskussion einlassen. Man kann eigentlich nur sein Bedauern über die schrecklichen Verbrechen ausdrücken. Jedes Relativieren ist absolut deplatziert und wird (verständlicherweise) als Affront verstanden. Viele Israelis haben Verwandte verloren. Dagegen kann es durchaus vorkommen, dass man als Deutsche(r) von arabischen Palästinensern auf Hitler angesprochen wird. Unter den Palästinensern gibt es einige, die heimlich mit den Taten der Nazis während des Holocausts sympathisieren. In solchen Fällen sollte man am besten schnell das Thema wechseln. Wichtig ist der unbedingte Respekt vor der Religion des anderen. Egal ob man orthodoxen Juden, orientalischen Christen oder muslimischen Arabern gegenübertritt, immer gilt: Niemals sollte man sich despektierlich, witzig oder gar verächtlich über irgendeine Religion äußern. Egal ob Mosche, Kirche oder Synagoge, stets sollte man ein solches Gebäude mit gebürtiger Erfurcht betreten. Außerdem gilt: Kein heiliges Gebäude darf leicht bekleidet betreten werden (siehe Kleidung). In Synagogen ist es für Frauen angemessener, lange Kleider oder Röcke statt Hosen zu tragen. Bei der Besichtigung von Moscheen, Synagogen oder Kirchen sollte man sich leise und andächtig Verhalten. Mobiltelefone und Musikabspielgeräte sollten ausgestellt sein. Es versteht sich von selbst, dass man Symbole einer anderen Religion nicht offen zeigt, wenn man sich in einem religiösen Gebäude aufhält. Das bedeutet, dass Schmuck oder Tätowierungen mit einem Kreuz oder Halbmond nicht in einer Synagoge, Davidstern und Kreuz nicht in einer Moschee sowie Halbmond und Davidstern nicht in einer Kirche offen zur Schau getragen werden sollten.Auch wenn man aus den katholischen und protestantischen Kirchen Mitteleuropas eine gewisse Toleranz im Umgang mit anderen Religionen kennt, bedeutet das nicht, dass man in einer Kirche der orthodoxen oder äthiopischen Christen ebenso offen sein darf. In der Grabeskirche Jesu in Jerusalem sind fast alle christlichen Konfessionen vertreten. Für viele christliche Pilger ist dies ein sehr heiliger Ort. Hier sollte man jüdische oder islamische Symbole nicht offen zeigen.Das gleiche gilt umgekehrt für die Klagemauer : Hier sollte man als nicht-jüdischer Besucher eine Kopfbedeckung tragen und christliche oder islamische Symbole verdecken. Auch im Felsendom , dem wichtigsten islamischen Heiligtum in Israel, sollte man keine christlichen oder jüdischen Symbole zeigen.Auch sollte man sich davor hüten, mit dem heiligen Buch einer anderen Religion ein religiöses Gebäude zu betreten. Mit dem Koran oder dem Neuen Testament in der Hand kann man keine Synagoge besichtigen. Überhaupt ist auch wichtig, wie man religiösen Büchern umgeht: Egal, ob man die christlichen Bibel, den jüdischen Tanach oder den Koran in die Hand nimmt, man sollte stets daran denken, dass es sich für viele Menschen um heilige Texte handelt. Man legt ein solches Buch nicht auf den Fußboden, behandelt es nicht wie ein Taschenbuch oder Notizheft und legt auch keine anderen Bücher oben drauf. Gläubige, die so ein Verhalten sehen, fühlen sich in ihrem Glauben an die Aussagekraft der heiligen Texte verletzt. Von religiösen oder politischen Auseinandersetzungen sollte man sich fernhalten. Besonders wenn es zu politischen Demonstrationen kommt oder Palästinenser auf israelische Siedler stoßen, sollte man Vorsicht walten lassen und sich zurückziehen. Wenn Polizei oder Militär aufgefahren werden, ist das ein Signal, dass die Situation eskalieren kann. Dies gilt besonders für Gebiete im Westjordanland. Hier gibt es zahlreiche israelisch-jüdische Siedlungen mitten im Gebiet der Palästinenser. Dementsprechend viele Sicherheitsvorkehrungen und Militärpatrouillen gibt es. Auf gar keinen Fall darf man sich auf Diskussionen mit Sicherheitskräften einlassen. Die Situation ist oft angespannt. Polizisten und Soldaten haben größtenteils schon Erfahrungen mit gewalttätigen Auseinandersetzungen gehabt. Dementsprechend sind die Sicherheitskontrollen höchst ernst zu nehmen. Wer sich wehrt, macht sich verdächtig. Die israelische Armee und Polizei verstehen in punkto Sicherheit keinen Spaß und lassen keine Ausnahmen zu.
Israel ist ein Schmelztiegel der Religionen und ein politischer Dauerbrennpunk. Es gibt viele Themen, die in der Gesellschaft für heftige Diskussionen sorgen. Dazu gehören der Dauerkonflikt zwischen Israelis und Palästinensern, die Gegensätze zwischen jüdischen, christlichen und arabisch-muslimischen Staatsbürgern Israels, die kulturellen Gegensätze zwischen westeuropäischen, osteuropäischen, amerikanischen, orientalischen und äthiopischen Juden, die in Israel unter dem Dachgedanken einer gemeinsamen Identität zusammengehalten werden, obwohl sie doch so unterschiedlich sind, die religiösen Gegensätze zwischen weltlich-säkularen und den strenggläubigen orthodoxen Juden, zwischen politisch linken und ultrarechten Israelis, usw., usf. Die Bevölkerung Israels ist alles andere als homogen. Hinzu kommen die vielen individuellen Lebenserfahrungen. Wie soll man sich als Gast in einem politisch so aufgeheizten Land benehmen? Was darf man sagen, was ist tabu? Die Wahrscheinlichkeit, hier den richtigen Ton zu treffen ist gering. Deshalb ist es diplomatisch geschickt, wenn man sich erst die Meinung des Gegenübers anhört und zustimmend nickt. Auf eine politische Debatte sollte man sich erst einlassen, wenn man sein Gegenüber gut genug kennen gelernt hat. Ein generell heikles Thema ist der Holocaust. Hier sollte man sich als Deutsche(r) auf keine Diskussion einlassen. Man kann eigentlich nur sein Bedauern über die schrecklichen Verbrechen ausdrücken. Jedes Relativieren ist absolut deplatziert und wird (verständlicherweise) als Affront verstanden. Viele Israelis haben Verwandte verloren. Dagegen kann es durchaus vorkommen, dass man als Deutsche(r) von arabischen Palästinensern auf Hitler angesprochen wird. Unter den Palästinensern gibt es einige, die heimlich mit den Taten der Nazis während des Holocausts sympathisieren. In solchen Fällen sollte man am besten schnell das Thema wechseln. Wichtig ist der unbedingte Respekt vor der Religion des anderen. Egal ob man orthodoxen Juden, orientalischen Christen oder muslimischen Arabern gegenübertritt, immer gilt: Niemals sollte man sich despektierlich, witzig oder gar verächtlich über irgendeine Religion äußern. Egal ob Mosche, Kirche oder Synagoge, stets sollte man ein solches Gebäude mit gebürtiger Erfurcht betreten. Außerdem gilt: Kein heiliges Gebäude darf leicht bekleidet betreten werden (siehe Kleidung). In Synagogen ist es für Frauen angemessener, lange Kleider oder Röcke statt Hosen zu tragen. Bei der Besichtigung von Moscheen, Synagogen oder Kirchen sollte man sich leise und andächtig Verhalten. Mobiltelefone und Musikabspielgeräte sollten ausgestellt sein. Es versteht sich von selbst, dass man Symbole einer anderen Religion nicht offen zeigt, wenn man sich in einem religiösen Gebäude aufhält. Das bedeutet, dass Schmuck oder Tätowierungen mit einem Kreuz oder Halbmond nicht in einer Synagoge, Davidstern und Kreuz nicht in einer Moschee sowie Halbmond und Davidstern nicht in einer Kirche offen zur Schau getragen werden sollten.Auch wenn man aus den katholischen und protestantischen Kirchen Mitteleuropas eine gewisse Toleranz im Umgang mit anderen Religionen kennt, bedeutet das nicht, dass man in einer Kirche der orthodoxen oder äthiopischen Christen ebenso offen sein darf. In der Grabeskirche Jesu in Jerusalem sind fast alle christlichen Konfessionen vertreten. Für viele christliche Pilger ist dies ein sehr heiliger Ort. Hier sollte man jüdische oder islamische Symbole nicht offen zeigen.Das gleiche gilt umgekehrt für die Klagemauer: Hier sollte man als nicht-jüdischer Besucher eine Kopfbedeckung tragen und christliche oder islamische Symbole verdecken. Auch im Felsendom, dem wichtigsten islamischen Heiligtum in Israel, sollte man keine christlichen oder jüdischen Symbole zeigen.Auch sollte man sich davor hüten, mit dem heiligen Buch einer anderen Religion ein religiöses Gebäude zu betreten. Mit dem Koran oder dem Neuen Testament in der Hand kann man keine Synagoge besichtigen. Überhaupt ist auch wichtig, wie man religiösen Büchern umgeht: Egal, ob man die christlichen Bibel, den jüdischen Tanach oder den Koran in die Hand nimmt, man sollte stets daran denken, dass es sich für viele Menschen um heilige Texte handelt. Man legt ein solches Buch nicht auf den Fußboden, behandelt es nicht wie ein Taschenbuch oder Notizheft und legt auch keine anderen Bücher oben drauf. Gläubige, die so ein Verhalten sehen, fühlen sich in ihrem Glauben an die Aussagekraft der heiligen Texte verletzt. Von religiösen oder politischen Auseinandersetzungen sollte man sich fernhalten. Besonders wenn es zu politischen Demonstrationen kommt oder Palästinenser auf israelische Siedler stoßen, sollte man Vorsicht walten lassen und sich zurückziehen. Wenn Polizei oder Militär aufgefahren werden, ist das ein Signal, dass die Situation eskalieren kann. Dies gilt besonders für Gebiete im Westjordanland. Hier gibt es zahlreiche israelisch-jüdische Siedlungen mitten im Gebiet der Palästinenser. Dementsprechend viele Sicherheitsvorkehrungen und Militärpatrouillen gibt es. Auf gar keinen Fall darf man sich auf Diskussionen mit Sicherheitskräften einlassen. Die Situation ist oft angespannt. Polizisten und Soldaten haben größtenteils schon Erfahrungen mit gewalttätigen Auseinandersetzungen gehabt. Dementsprechend sind die Sicherheitskontrollen höchst ernst zu nehmen. Wer sich wehrt, macht sich verdächtig. Die israelische Armee und Polizei verstehen in punkto Sicherheit keinen Spaß und lassen keine Ausnahmen zu.