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Masada

Masada (Massada, Mezada) ist eine antike Festung am Toten Meer. Sie liegt auf dem Felsplateau eines wuchtigen Tafelberges. Die Lage und Aussicht sind atemberaubend. Die Geschichte um ihre verbitterte Verteidigung durch die jüdischen Freiheitskämpfer und Eroberung durch die Römer im Jahre 73 n. Chr. sowie das Drama des kollektiven Selbstmords ihrer Verteidiger, ließen die Festung zum Symbol für den jüdischen Widerstand und Verteidigungswillen werden. Masada ist Nationalpark, UNESCO-Weltkultur- & Naturerbe sowie eine der meistbesuchten Sehenswürdigkeiten Israels.


Video zu Masada - © STERN TOURS

Blick von Masada auf das Tote Meer
Blick von Masada auf das Tote Meer und kleines Römerlager

Das gewaltige Felsplateau ist wie geeignet für eine Festung. Es ist rund 440 Meter hoch über dem Toten Meer. An allen Seiten ragen steile und schwer zugängliche Felswände empor. Zur Uferseite des Toten Meeres steigt die Felswand 400 Meter, oft senkrecht, an. An der Westseite ist der Höhenunterschied geringer, da der Berg an eine niedrigere Felsplateaustufe anschließt. Dennoch misst auch hier der Höhenunterschied mehr als 100 Meter. (Zur Aussicht siehe Video: „Bei der Aussicht auf die Umgebung von Masada sticht vor allem das Tote Meer heraus“).


Video zur Aussicht auf die Umgebung von Masada sticht vorallem das Tote Meer heraus - © STERN TOURS

Um auf den Berg zu gelangen, gab es schon immer nur wenige schmale Pfade, die an sich an der Felswand entlang schlängelten. Heute gibt es für Besucher zwei begehbare Aufwege: der Schlangenpfad auf der Ostseite und der Weg über die Römerrampe auf der Westseite. Besucher können seit den 1970er Jahren mit einer Drahtseilbahn auf den Tafelberg fahren. Dadurch konnte der Berg als Reiseattraktion auch für den Massentourismus erschlossen werden. (Siehe Video: „Auffahrt nach Masada mit der Seilbahn“)


Video zur Auffahrt nach Masada mit der Seilbahn - © STERN TOURS

Das Plateau des Tafelberges misst ungefähr 600 Meter von Norden nach Süden und 230 Meter (an der breitesten Stelle) von Westen nach Osten. Die Oberfläche bot nicht nur genug Platz für Bauten, sondern auch für Agrarbewirtschaftung. In großen Zisternen konnte Regenwasser gespeichert werden (siehe Video: „Badeanlagen von Masada“).


Video zu Badanlagen von Masada - © STERN TOURS

Die archäologischen Ausgrabungen auf dem gigantischen Felsplateau und die atemberaubende Aussicht machen Masada zu einem der beliebtesten Ausflugsziele für Israelreisende. Der Besuch des Festungsberges lässt sich ideal mit einem Aufenthalt am Toten Meer, einem Besuch des Naturparks von En Gedi und der archäologischen Stätte von Qumran verbinden.

Errichtung der Festungsbauten von Masada

Zwar gab es schon kleinere ältere Festungsbauten aus der Zeit der Makkabäer und von Johannes Hyrkanos I. und dem Tafelberg (2. Jahrhundert v. Chr.). Doch die eigentlichen Befestigungsanlagen, Kasemattenmauern, Türme, Verwaltungs- und Vorratsgebäude und zwei Palastresidenzen gehen auf die Bauprogramme des Königs Herodes zurück. Er hatte hier, wie auch in Herodion, einen geschützten Rückzugsraum geschaffen, der ihm neben der Sicherheit auch königlichen Komfort versprach. Die größten Bauarbeiten fanden in den Jahren 37 bis 31 v. Chr. statt. Es war die Reaktion auf seine Flucht im Jahre 40 v. Chr., als er sich und seine Familie vor den Parthern (aus Persien) in Sicherheit bringen musste. Die Parther hatten damals Jerusalem erobert und Antigonos zum König von Judäa ernannt. Auch im Jahre 31 v. Chr., als wegen des römischen Bürgerkrieges zwischen Octavian (dem späteren Kaiser Augustus) und Marcus Antonius die Machtverhältnisse im Reiche unklar waren, zog sich Herodes nach Masada zurück. Nur wenige Bauten auf Masada sind aus späterer Zeit – so etwa eine kleine byzantinische Kapelle aus dem 5. Jahrhundert.

Die berüchtigte römische Belagerung und der Fall von Masada

Im ersten Jahrhundert n. Chr. wuchs in Teilen der Bevölkerung der Widerstand gegen die römische Besatzungsmacht. Eine wichtige bewaffnete Widerstandsbewegung waren die Zeloten. Sie waren maßgeblich am antirömischen Volksaufstand, der 66 n. Chr. begann und zu einem leidenschaftlich geführten Befreiungskrieg ausgeweitet wurde, beteiligt. Die Stimmung war schon seit Jahren angeheizt. Doch als im Jahre 66 n. Chr. der römische Prokuratur in Palästina, Gessius Florus, die Steuern und Abgaben erneut erhöhen und den Jerusalemer Tempelschatz antasten wollte, kam das Fass zum Überlaufen. Mit tatkräftiger Unterstützung der Zeloten konnten die Aufständischen Jerusalem unter ihre Kontrolle bringen und von dort aus ihren Befreiungskrieg in Palästina organisieren. In den darauf folgenden Jahren schickten die Römer weitere Truppenverbände nach Palästina, um insbesondere in Judäa und Galiläa die Aufständischen niederzuschlagen. Der Krieg hielt bis 70 n. Chr. an. Schließlich konnte die römische Armee Jerusalem zurückerobern und den Aufstand beenden. Es gab große Zerstörungen und Verluste auf beiden Seiten.

Splittergruppen der Zeloten gaben jedoch nicht auf und versteckten sich an entlegenen Orten. Einer dieser Rückzugsorte war die Felsenfestung von Masada. Erst unter der Führung von Menachem Ben Juda, dann, nach seiner Ermordung in Jerusalem, unter seinem Neffen Eleazar Ben Yair, setzten sie von Masada aus ihren Widerstand gegen die römische Übermacht fort.

Masada galt wegen seiner Lage auf dem Felsplateau als uneinnehmbar. Die römische Heeresleitung ließ sich jedoch nicht von den rauen landschaftlichen Gegebenheiten und der hohen Lage der Festung einschüchtern. Im Jahre 73 n Chr. war die Zeit der Festung abgelaufen.

Großes Römerlager bei Masada
Großes Römerlager bei Masada

Unter der Leitung des römischen Feldherren Falvius Silva wurde zunächst das gesamte Einzugsgebiet von Masada mit einem viereinhalb Kilometer langen Belagerungswall und Wachtürmen umgeben. An manchen Stellen konnte man auf einen Wall verzichten, weil die naturgegebenen Umstände einen Durchbruch unmöglich machten, so etwa an den Plateaukanten. Die rund 9.000 römischen Legionäre und Hilfstruppen wurden in befestigten Militärlagern untergebracht. Die Lager waren an verschiedenen Stellen errichtet, um allseits schnellst Truppen gegen einen vermeintlichen Ausbruch der Belagerten zusammenziehen zu können. Im Süden gab es zwei kleine, im Osten (am Ufer des Toten Meeres) ein großes und zwei kleine, im Norden ein kleines und im Westen, auf dem gegenüberliegenden Plateau, ein großes und ein kleines Militärlager. Noch heute kann man vom Plateau aus die Überreste der rechteckig angelegten Römerlager erkennen.

Durch den Belagerungswall isoliert, war die Festung von allen Nachschub- und Ausbruchsmöglichkeiten abgeschnitten. Die Römer rechneten damit, dass früher oder später Wasser- und Nahrungsknappheit die Belagerten zum Aufgeben zwingen würde. Doch die Wasser- und Nahrungsspeicher von Masada waren gefüllt. Auf der Plateaufläche konnte Getreide angebaut werden. An machen Hangstellen hatten die Verteidiger von Masada versteckte, außerhalb der Mauern und tiefer gelegene Zisternen für die zusätzliche Wasserversorgung (siehe Video: „Wasserzisterne von Masada“ – auf dem Video sieht man auch den Grundriss des großen Hauptlagers der Römer).


Video zu Wasserzisterne von Masada - © STERN TOURS

Sobald klar war, dass ein Aushungern zu zeitaufwendig war, gingen die Römer in die Offensive. Sie errichteten eine Rampe an der Westseite des Festungsberges, da hier der zu überwindende Höhenunterschied geringer war. Beim Bau kamen neben den Pionieren der Legion hauptsächlich die Hilfstruppen sowie mehrere Tausend gefangene jüdische Zwangsarbeiter zum Einsatz. Schicht um Schicht wurde Sand und Schotter aufgeworfen. Um sich vor Wurfsteinen und abgeworfenen Fackeln der Verteidiger zu schützen, wurden befeuchtete Lederhäute auf Holzkonstruktionen gespannt, hinter denen die Arbeiter ihr Werk fortsetzen konnten. Im Frühjahr des Jahres 73 n. Chr. war es dann soweit. Die Rampe reichte bis fast an die Festungsmauer von Masada. Nun schoben die Römer einen gewaltigen hölzernen Belagerungsturm mit Rammbock die Rampe hinauf. Auch dieser Turm muss mit feuchten Lederhäuten bespannt gewesen sein, um sich vor Feuerattacken zu schützen. Als der Turm oben angekommen war, feuerten die Legionäre ihrerseits Brandpfeile und Fackeln auf die Belagerten und durchbrachen gleichzeitig die Mauer mit ihrem Rammbock.

Als die jüdischen Verteidiger die Aussichtslosigkeit ihrer Lage einsahen, beschlossen sie, lieber zu sterben als sich der Gefangenschaft oder Sklaverei zu ergeben. Man entschied sich für den kollektiven Freitod, obwohl dies nach jüdischem Glauben Sünde ist. Durch Los wurden zehn Männer bestimmt, welche zuerst alle anderen und dann sich selbst töten sollten. Zwei Frauen und fünf Kinder überlebten und versteckten sich in einer Zisterne.

Schließlich durchbrachen die Römer die Mauer und drangen in die Festung ein. Sie wunderten sich jedoch über den ausfallenden Widerstand. Stattdessen fanden sie die Leichen der Verteidiger und die sieben Überlebenden in der Zisterne. Flavius Silva war somit seines grandiosen Triumphes beraubt. Zwar hatte er die Festung bezwungen, nicht aber den Widerstandswillen der Verteidiger gebrochen.

Moshe Dayan : „Masada darf nie wieder fallen!“

Masada gilt als Nationalsymbol des jüdischen Widerstandes und für den Verteidigungswillen des modernen Staates Israel. Auf dem Plateau werden alljährlich israelische Rekruten vereidigt. Die Geschichte der Belagerung wurde 1984 als Spielfilm in die Kinos gebracht. Der berühmte Schauspieler Peter O’Toole („Lawrence von Arabien“) spielte in diesem Film den römischen Feldherrn Flavius Silva.

Eingang / Eintritt

Es gibt an der Kasemattenmauer auf Masada zwei Eingänge: Am sogenannten Schlangenpfadtor an der Ostseite und am Westtor. Dort werden auch die Eintrittskarten verkauft. Für Anreisende, die per Bus oder Pkw auf der Straße entlang des Toten Meeres (Route 90) anreisen, wird empfohlen, das Schlangenpfadtor (Osttor) zu wählen. Dorthin gelangt man entweder per Aufstieg über den Schlangenpfad oder mit der Drahtseilbahn (täglich von 8.00 bis 16.00 Uhr, außer Freitags). Eine große Stahlgerüstkonstruktion an der Felswand empfängt den Drahtseilbahnfahrer. Für die Marschroute muss ein Höhenunterschied von rund 400 Metern überwunden werden. Der Aufstieg dauert einen gute Stunde.

Die Auffahrt per Seilbahn ist wegen der atemberaubenden Aussicht ein Erlebnis, aber nach wenigen Minuten vorbei. Wer früh morgens aufbrechen möchte, sollte unbedingt den Schlangenpfad wählen. Frühes Aufstehen kann sich lohnen: Denn wer seine Wanderung vor Sonnenaufgang beginnt, kann vom Gipfelplateau im Osten über den Bergen auf der jordanischen Seite des Toten Meeres die Sonne aufgehen sehen.

Besucher, die von Westen über Arad (Route 31, dann 3199) anreisen, können auf einem Weg entlang der antiken Römerrampe zum Westtor gelangen. Auch dort werden Tickets verkauft. Da es hier keine Seilbahn gibt und man beim Aufmarsch nicht die Sicht auf das Tote Meer genießen kann, ist es zu empfehlen, die Anreise über die Straße 90 entlang des Toten Meeres zu wählen und dort auf dem Parkplatz sein Pkw abzustellen. Mit dem Auto kann man nicht vom Westeingang zum Osteingang und umgekehrt fahren. Es gibt aber kaum beschrittene Fußwege durch die Täler an der Südseite des Tafelberges.

Öffnungszeiten: Im Sommerhalbjahr ist Masada von 8.00 Uhr bis 17.00 Uhr, im Winterhalbjahr von 8.00 Uhr bis 16.00 Uhr für Besichtigungen geöffnet. Achtung: Freitags wird bereits um 16.00 Uhr (Sommer) bzw. um 15.00 Uhr (Winter) geschlossen.

Schlangenpfadtor und nördliche Gebäude

Die Besichtigungsbeschreibung beginnt am Schlangenpfadtor. Der Besucher betritt zunächst ein großes flaches Felsplateau, das von allen Seiten von einer antiken Kasemattenmauer begrenzt wird. Diese Festungsmauern waren einst bis zu acht Meter hoch und von 37 Wachtürmen verstärkt. (Siehe Video: „Die einzelnen Zellen in der Mauer geben ihr den Namen Kasemattenmauer“)


Video - Die einzelnen Zellen in der Mauer geben ihr den Namen Kasemattenmauer in Masada - © STERN TOURS

Zur Rechten, am nördlichen Ende des Plateaus, befinden sich ein kleiner Steinbruch und direkt daneben die Grundrisse des noblen Wohnhauses einen hohen Amts- und Würdenträgers aus der Zeit des Herodes , das von den Zeloten umgebaut wurde (siehe Video: „Der Hof der Zeloten in Masada“).


Video - Der Hof der Zeloten in Masada - © STERN TOURS

Dahinter liegen die Ruinen von Wohn-, Verwaltungs- und Vorratshäusern mit 15 länglichen Magazinräumen (siehe Video: „Einer von 15 Lagerräumen von Masada“) für die Lagerung von Grundnahrungsmitteln (z.B. Getreide und Mehl für Brote), Olivenöl und Wein.


Video - Einer von 15 Lagerräumen von Masada - © STERN TOURS

In der Mitte dieser großen Gebäudegruppe stehen das alte Badehaus der Zeloten und die Thermen des Herodes (siehe Video: „Ein zentraler Treffpunkt in Masada war das Badehaus“). Die Anlage besteht aus einem Vorhof und den Ruinen des Umkleideraumes mit schwarzen und weißen Fliesen, dem Warmwasserraum, dem Kaltwasserraum und dem Heißwasserraum. Dort sind noch die Säulen der „Fußbodenheizung“ zu sehen. Diese Hypokausten wirkten als Warmluftheizung unterhalb des Fußbodens.


Video - Ein zentraler Treffpunkt in Masada war das Badehaus - © STERN TOURS

Unweit der nördlichen Gebäudegruppe, an der Westmauer direkt am westlichen Abhang, stehen die Grundmauern einer kleinen quadratischen Synagoge.

Der Nordpalast des Herodes

(Siehe Videos: „Privatvilla von Herodes mit drei Terrassen in Masada“, „Treppenaufgang zum Palast von Herodes“)


Video - Privatvilla von Herodes mit drei Terrassen in Masada - © STERN TOURS

Wie ein Adlerhorst hängt an der Nordwand des Tafelberges die in drei Stufen angelegte Palastfestung des Herodes. Das Gebäude der obersten Stufe, auf Plateauhöhe, stellte wahrscheinlich die repräsentativen Residenzräume zu Audienz- und Empfangszwecken dar. Eine halbrunde Terrasse mit Säulengang bildet den Abschluss nach Norden. Von den Säulen ist heute nichts mehr zu sehen. Aber man hat von hier aus eine atemberaubende Aussicht. Ein moderner Gitterzaun hält die Touristen davon ab, sich gefährlich über die Terrassenkante zu beugen.

Einst gelangte man über eine am Fels entlang gehende Treppe zur mittleren Palaststufe. Heute muss man an der Nordwestseite des Felsmassivs über eine moderne Treppenleiter nach unten steigen und dann auf einem schmalen Felsweg zur mittleren Plattform wandern. Aus Sicherheitsgründen sind für die Touristen überall Geländer angebracht. Vom Gebäude der mittleren Stufe ist nicht mehr viel erhalten. Man erkennt noch deutlich die Grundmauern der kreisrunden Anlage und ein paar Halbpfeiler an der Felswand. Ein freies Herumwandern auf der mittleren Stufe ist aus Sicherheitsgründen nicht gestattet. Aber durch den Zaun erkennt man genug.

Die geländergeschützte Treppe führt schließlich weiter zur dritten bzw. untersten Stufe. Hier kann man auf der quadratischen Terrasse umhergehen und die architektonischen Überreste besichtigen. Auch von hier hat man eine phantastische Aussicht nach Norden. Diese Anlage diente vermutlich ebenfalls zu Audienzzwecken und war ursprünglich von Säulen umgeben und überdacht.

Der Westpalast des Herodes

Im westlichen Abschnitt des zentralen Felsplateaus ließ Herodes einen weiteren Palast errichten. Die Grundmauern sind noch erhalten. Eine Raumgruppe mit noch hoch anstehenden Mauern wurde von den Restauratoren nachträglich künstlich überdacht. Die Anlage ist fast 4000 Quadratmeter groß und diente wahrscheinlich repräsentativen Zwecken. Zentrum der Anlage ist ein offener Hof, von dem die Palasträume, der Wirtschaftstrakt, Vorratsräume, Behausungen der Bediensteten und königlichen Gemächer (siehe Video: „Das Schlafzimmer des Herodes“) abzweigen. Später haben die Zeloten den Palast umfunktioniert, an kleinen Stellen umgebaut und daraus ein Gemeinschaftsgebäude gemacht. Das herodianische Empfangszimmer überrascht mit noch erhaltenen Fußbodenmosaiken mit hübschen Pflanzenmotiven. Zum Westpalast gehört eine Badeanlage (Mikwe) für rituelle Waschungen.


Video - Das Schlafzimmer von Herodes in Masada - © STERN TOURS

Byzantinische Kirche

Aus dem 5. Jahrhundert n. Chr. stammen die Ruinen einer kleinen christlichen Kapelle nördlich des Westpalastes. Byzantinische Mönche hatten sie errichten lassen. Ihr Grundriss besteht aus einem Vorraum, einem Hauptraum und der Apsis. In einem nördlichen Nebenraum ist noch der Mosaikfußboden mit Pflanzendarstellungen erhalten.

Zisternen und Südbastion

An der Südspitze befindet sich eine Festungsbastion, die in die Kasemattenmauer integriert ist. Kurz davor ist ein 12 mal 18 Meter großes Schwimmbecken errichtet worden, bei dem es sich vermutlich um ein Ritualbad (Miqwe) wie im Westpalast handelt. Der größere Beckenbereich diente zur Speicherung des Regenwassers. Die beiden kleineren Becken hatten rituelle Bedeutung: eines für die rituelle Fußwaschung, das andere als Tauchbecken.

Römerrampe

Noch heute zeugt die große Rampe an der Westflanke des Tafelberges vom Aufwand der Römer, die Festung zu bezwingen. Die Rampe verläuft exakt an der Stelle, an welcher der Höhenunterschied zum Tafelbergplateau am niedrigsten ist. Sie wurde aus Steinbrocken, Sand und Schotter errichtet und ist etwa 200 Meter lang.

Autor dieses Artikels:

M.Hüneburg