Hygiene

Hygiene ist oft ein infrastrukturelles Problem, aber auch eine Einstellungssache. Insbesondere öffentliche Toiletten und die Leitungswasserqualität sind ein Gradmesser für die Hygienestandards in einem Land. In Israel ist die Situation unterschiedlich. Gerade in den Palästinensergebieten sind die öffentlichen Toiletten häufig nicht funktionstüchtig und alles andere als sauber. Toilettenpapier und Seife sind keine Selbstverständlichkeit. Dies liegt auch an der fehlenden Infrastruktur und Organisation – bedingt durch die wirtschaftlichen Umstände. Die Leute dort haben andere Probleme. In den meisten Städten Israels sind die Toiletten dagegen relativ sauber. Dies liegt wiederum an den Hygienestandards, die viele europäische und amerikanische Juden mit nach Israel gebracht haben.


Das Leitungswasser ist in den meisten Städten als Trinkwasser genießbar. Es kommt an der Küste oft direkt aus den Meerwasserentsalzungsanlagen oder im Norden aus dem See Genezareth. Wer sicher gehen will, sollte dennoch Wasser in Flaschen kaufen. Fürs Zähneputzen reicht das Leitungswasser allemal.

Was die Sauberkeit der Lebensmittel angeht, so ist die Situation gespalten. Das Obst und Gemüse aus den israelischen Landwirtschaftsbetrieben oder Kibbuzim ist meist relativ sauber. Was die Belastung mit Düngemitteln angeht, so gibt es dazu unterschiedliche Angaben. Nicht alle Produkte entsprechen den BIO-Standards. Auf den arabischen Märkten ist die Hygiene nicht immer ausreichend. Besonders bei Fleischprodukten, die auf dem Markt angeboten werden, sollte man vorsichtig sein. Oft liegt das Fleisch dort den ganzen Tag ohne ausreichend gekühlt zu sein.

Goldene Regeln: Alles Obst und Gemüse sollte gewaschen und geschält werden. Gekochtes oder gebratene Speisen sind in Regel weniger bedenklich. Auf Einswürfel in kalten Getränken sollte man besser verzichten.