Bekleidung in Israel

Wer im Sommer nach Israel reist, muss sich auf ein heißes mediterranes Klima gefasst machen. Man nehme das mit, was man auch für einen Badeurlaub in Süditalien oder Andalusien einpacken würde: luftige Sommerkleidung aus Baumwolle oder Leinen, passende Badeoutfits. In der Wüste können die Temperaturen nachts stark fallen. Hier braucht man für die kühlen Abende einen Pullover Wer im Winterhalbjahr nach Israel reist, muss sich darauf gefasst machen, dass es Tage mit Temperaturen geben kann, an denen der Mitteleuropäer sommerliche Kleidung zu tragen gewöhnt ist, aber auch sehr kalte Tage, an denen warme Pullover und Jacken notwendig sind. Im Winterhalbjahr sollte man unbedingt Regenkleidung dabei haben. Schnee ist extrem selten, und wenn, dann fällt er nur in den höheren Lagen des Nordens. In Eilat dagegen sind das ganze Jahr über sommerliche TemperaturenAn den israelischen Küstenstädten herrscht europäische bzw. amerikanische Mode. Hier bestimmen die säkularen und modern orientierten Israelis das Straßenbild. Wer am Mittelmeer in Haifa , Netanya , Tel Aviv oder am Roten Meer in Eilat Badeurlaub am Strand macht, braucht sich um sittliche Bekleidungsvorschriften keine Sorgen zu machen. Man kann sich hier in gewöhnlicher Bademode zeigen wie an normalen Badestränden in Europa. In Tel Aviv ist das Strandleben von jungen Leuten und von Partylaune geprägt. Dementsprechend lässig und frei kleiden sich die Leute Im Inland sieht es anders aus. In verschiedenen Stadtteilen Jerusalem s und in den Gebieten der muslimischen Palästinenser sowie in allen Orten und Siedlungen Israels, in denen viele strengreligiöse Juden leben, gelten andere Regeln. Hier sollten Männer besser keine kurzen Hosen und die Frauen keine kurzen Röcken tragen. Dies gilt zum Beispiel für das islamisch-arabische und das jüdische Viertel in der Altstadt von Jerusalem. Auch der Jerusalemer Stadtteil Mea Shearim, wo ausschließlich jüdisch-orthodoxe Juden leben und allesamt in traditioneller Kleidung herumlaufen, ist eine Gegend, wo Touristen in kurzen Hosen und Röcke nicht gern gesehen sind.In Moscheen, Kirchen und Synagogen sowie an heiligen Orten sind Bekleidungsvorschriften einzuhalten. Kurze Hosen und kurze Röcke sind tabu. Die Schultern sollten bedeckt sein. In Synagogen und an der Klagemauer ist eine Kopfbedeckung Pflicht. Hat man keine Kopfbedeckung dabei, kann man sich am Eingang kleine „Kippahs“ aus Pappe ausleihen, die man während der Besichtigung auf dem Kopf zu tragen hat. In den Moscheen muss man am Eingang die Schuhe ausziehen. Manchmal bekommt man Stoffschuhe ausgeliehen, um nicht barfüßig gehen zu müssen. Folkloristische Kleidung sollte vermieden werden. Als europäischer Reisegast macht man sich keine Freunde, wenn man sich aus falsch verstandener Solidarität wie ein orthodoxer Jude kleidet oder ein Palästinensertuch trägt.