Frieden statt Minen
Ein Großteil der Grenzregion zwischen Israel und Palästina ist vermint. Insgesamt sollen rund 1,5 Millionen nicht detonierte Sprengkörper noch in der Erde des Heiligen Landes ruhen. Damit soll aber bald Schluss sein. Die US-amerikanische Privatorganisation „Roots of Peace“ wird in Kürze mit Zustimmung der Behörden beider Seiten damit beginnen, das Land von den Minen räumen zu lassen. Dafür sei ein Spezialunternehmen beauftragt worden, erklärte der israelische Vertreter der Organisation, welches in den kommenden Wochen seine Arbeit aufnehmen werde.
Die Räumung der Landminen soll mehrere Monate in Anspruch nehmen. Das Geld für die Aktion stammt größtenteils aus privaten US-Spenden. Nach erfolgter Räumung wird das Land ansässigen Bauern gegeben, die es landwirtschaftlich nutzen werden.
Die Minen waren über Jahre ein großes Problem, denn gerade an den Stellen, welche Touristen und Pilger gleichermaßen anziehen, sind besonders viele der tödlichen Waffen verborgen. So sollen angeblich bis zu 500.000 Minen im Jordangraben nahe "Kasr al-Jahud" liegen, wo der Legende nach Jesus Christus getauft worden sein ist.
Die Bereitschaft beider Seiten, die Minen durch eine amerikanische Privatorganisation räumen zu lassen, ist ein weiteres Zeichen für das Tauwetter, welches seit einigen Wochen zwischen Israelis und Palästinensern angebrochen ist. Möglicherweise werden auch die Friedensgespräche bald wieder aufgenommen.