Thilo Sarrazin erntet in Israel viel Zustimmung

Thilo Sarrazin (SPD) hat dieser Tage in Berlin sein neues Buch "Deutschland schafft sich ab" vorgestellt und damit eine Welle der Empörung ausgelöst. Zu den schärfsten Kritikern von Thilo Sarrazin gehört auch der Zentralrat der Juden in Deutschland, der Anstoß an der Sarrazin-These nimmt, dass alle Juden "ein bestimmtes Gen" teilten. So groß die Empörung über Thilo Sarrazin und seine Thesen über das "Jüdische Gen" ist, so viel Zustimmung gibt es für den Bundesbank-Vorstand und ehemaligen Finanzsenator von Berlin im Heiligen Land selbst.

In Israel behaupten die Juden selbst, dass sich die Geschichte ihres Volkes auf ein gemeinsames Ur-Volk zurückverfolgen lasse, das vor etwa 3.000 Jahren im Mittleren Osten gelebt habe. Diese Theorie wird von gleich zwei Studien bestätigt, die unabhängig voneinander in Israel und den USA durchgeführt wurden und davon ausgehen, dass alle 13 Millionen heute lebenden Juden über eine genetische Geschichte miteinander verbunden sind. Führende jüdische Persönlichkeiten wie z.B. Israels Innenminister Eli Yishai reden oft und nicht ohne Stolz vom "jüdischen Gen".

Auch der Blick auf die Geschichte des Heiligen Lands lässt eine genetische Verwandtschaft der Juden zumindest sehr wahrscheinlich und alles andere als abwegig erscheinen. Erst mit der Gründung des modernen Staates Israel im Jahr 1948 begann die massenhafte Zuwanderung von Juden nach Israel. In den Jahrhunderten zuvor wurden die Juden "in alle Winde zerstreut", wie es in der Bibel genannt wird und was in der Heiligen Schrift als Strafe Gottes angesehen wird. Die jüdische Identität blieb aber dennoch erhalten, da die Juden in der Regel unter sich blieben und nur selten in andere Stämme oder Rassengruppen einheirateten.

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