Westjordanland - Zankapfel zwischen Israel, Jordanien und Palästinensern

Das Westjordanland, ein knapp 6.000 km² großes Gebiet zwischen Israel und Jordanien, zählt zu den Hauptgründen für die seit Jahrzehnten schwelenden Konflikte im Nahen Osten. Seit dem Ende des Osmanischen Reiches wurde und wird das Westjordanland von verschiedenen Seiten beansprucht, ohne dass es bei den entsprechenden Verhandlungen jemals zu einer für alle Seiten vertretbaren Lösung gekommen wäre. Selbst den höchsten Diplomaten der Vereinten Nationen (UN) ist es allen Bemühungen zum Trotz nicht gelungen, Israel, Jordanien und Palästinenser an einen Tisch zu bekommen.

Nach dem Niedergang des Osmanischen Reiches wurde das heutige Westjordanland zunächst dem damaligen britischen Völkerbundsmandat für Palästina zugeschlagen, bevor es in einem Teilungsplan aus dem Jahre 1947 für die Gründung eines arabischen Staates (Palästina) im Nahen Osten vorgesehen war. Die Araber lehnten diesen, auf einer UN-Vollversammlung gefassten Vorschlag jedoch ab, so dass das Westjordanland nach der Gründung des modernen Staats Israel zunächst von Jordanien besetzt und später annektiert wurde.

Nach dem gewonnenen Sechs-Tage-Krieg 1967 besetzte Israel das Westjordanland - ein bis heute anhaltender Zustand. Israel annektierte den östlichen Teil von Jerusalem im Jahr 1980, womit die Heilige Stadt wiedervereint und von Israel zur "unteilbaren Hauptstadt" erklärt wurde. Mit der Besetzung  des Westjordanlandes will Israel seinem auch auf internationaler Ebene anerkannten Recht auf "sichere und verteidigungsfähige" Grenzen Rechnung tragen. Weitere wichtige Städte im Westjordanland neben Jerusalem sind Jericho und Bethlehem, wo sich zahlreiche Sehenswürdigkeiten befinden, die vor allem von christlichen Pilgern besucht werden.

Kommentar hinzufügen







CAPTCHA-Bild zum Spam-Schutz
Wenn Sie das Wort nicht lesen können, bitte hier klicken.