Archäologen graben in Israel antike Goldmünze aus

Archäologen ist im Grenzgebiet zwischen Israel und dem Libanon ein sensationeller Fund geglückt. Dabei handelt es sich um eine Goldmünze, deren Alter sich anhand der Prägung mit 2.200 Jahren angeben lässt. Demnach wurde die Goldmünze im Jahr 191 vor Christus hergestellt. Besondere Beachtung verdient die Tatsache, dass auf der Goldmünze vermutlich Arsinoe II., die Tochter von Ptolemäus I., dargestellt wird und es sich bei dem Fund offenbar um eine Sonderprägung handelt.

Die Zeit der Ptolemäer endete im heutigen Israel bereits einige Jahre früher, so dass solche Münzen nach Ansicht der Archäologen in diesem Gebiet absoluten Seltenheitswert haben. Auf die Sonderprägung lässt das Gewicht von knapp 28 Gramm schließen, da herkömmliche Goldmünzen zu jener Zeit maximal fünf Gramm wogen, also nur rund ein Sechstel. Auf der Rückseite bildet die Goldmünze aus Israel ein doppeltes Füllhorn aus, das als Symbol für Arsinoe II. gilt.

Donald T. Ariel, der Leiter der Altertumsverwaltung in Israel, feierte die Goldmünze als bisher wertvollsten archäologischen Erfolg dieser Art, der jemals im Heiligen Land gemacht worden sei. Arsinoe II. wurde noch vor ihrem Ableben zur Göttin erhoben und fand sowohl in der ägyptischen als auch der griechischen Mythologie einen festen Platz. Es sei davon auszugehen, dass die Sondermünze zu einem besonderen Anlass geprägt wurde, um damit Arsinoe II. zu ehren, so Ariel.

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